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Geschichte & Technik

Wachsmoulagen sind lebensecht aussehende Nachbildungen erkrankter Körperteile, die über ein Gips- oder Silikonnegativ gegossen werden. Die dreidimensionalen, völlig detailgetreuen Objekte in Lebensgrösse bestehen aus einem Wachs-Harz-Gemisch und übertreffen auch heute noch jede bildliche Darstellung.

Im Museum sind gegen 600 der über 2000 Wachsmodelle aus der Zürcher Sammlung zu sehen. Sie gehören zu den am besten erhaltenen und naturgetreuesten Moulagen weltweit.

Die von Lotte Volger 1918 nach Zürich gebrachte Technik wurde anfänglich als Geheimnis und ohne schriftliche Dokumentation an Ruth Beutl-Willi und Elsbeth Stoiber weitergegeben. 1998 gab Elsbeth Stoiber die Technik an Michael Geiges weiter und lüftete das Geheimnis um die Rezeptur.

Obwohl die Kunst der Moulagenherstellung durch die Jahre hindurch immer wieder beinahe verloren ging, schätzen wir uns heute glücklich, diese kunstvollen Meisterwerke erhalten und auch neue Moulagen herstellen zu können.

Wachsmoulage: Hand mit Altersflecken.

Hergestellt von Sabina Carraro

Moulagenmuseum Zürich, 2014.