Exotische Krankheiten

Anlässlich der Langen Nacht der Museen 2018 hat das Moulagenmuseum in einer kleinen Sonderausstellung den Fokus auf so genannt Exotisches gerichtet. Die Ausstellung wird noch bis Ende August 2019 im Moulagenmuseum gezeigt.

Zu den exotischen, fremdartigen und ungewöhnlichen Hautveränderungen gehörten nicht nur der Mongolenfleck oder die Elefantiasis, sondern auch Krankheiten wie die Lepra, die früher in der Schweiz vorkam und heute als exotisch gilt.
Während Pocken, Pest, Tuberkulose und Diphterie grösstenteils oder sogar ganz verschwunden sind, ist es noch nicht gelungen, die Masern auszurotten. Auch Skorbut, Pellagra oder der Kropf sind für uns exotisch geworden, genauso wie die von Tieren übertragene Maul- und Klauenseuche oder Milzbrand. Exotisch muten auch Therapien aus früherer Zeit mit Arsen und Quecksilber an. 
Dafür sind uns fremdländische Veränderungen zunehmend geläufig, die in der globalisierten Welt als Souvenir vom Strandurlaub mit nach Hause gebracht werden können, wie die Wurmlarve unter dem Bild der Larva migrans oder die von Sandmücken übertragene Leishmaniose.